Englische Mischungen

Die Bezeichnung „englische Mischung“ geht auf die britische Pfeifentabaktradition zurück. Besonders im 19. und frühen 20. Jahrhundert entwickelte sich in Grossbritannien ein eigener Stil von Pfeifentabaken, bei dem natürliche Tabakaromen im Mittelpunkt standen. Auch gesetzliche Vorgaben zur Aromatisierung von Tabak trugen dazu bei, dass sich dieser Stil von anderen europäischen Mischungen unterschied.

Typisch für englische Mischungen ist die Kombination von Virginia, Orienttabaken und häufig Latakia. Je nach Rezeptur können auch weitere Tabake wie Perique oder Burley zum Einsatz kommen. Latakia wird über Holzfeuer und Rauch getrocknet und bringt dadurch würzige, rauchige und erdige Noten in die Mischung. Die süsslicheren Virginias und würzigen Orienttabake ergänzen diese Aromen und sorgen für komplexe Geschmacksbilder.

Im Gegensatz zu vielen dänischen Mischungen werden englische Mischungen traditionell nicht zusätzlich aromatisiert. Ihr Charakter entsteht durch die verwendeten Tabaksorten, deren Verarbeitung und das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten. Die Bezeichnung „englische Mischung“ ist dabei keine geschützte Herkunftsbezeichnung – Mischungen dieses Stils werden heute auch ausserhalb Grossbritanniens hergestellt.

No. 12 Pfeifenkraut

Die No. 12 Pfeifenkraut verbindet hellen und dunklen Virginia mit etwas Burley und einem kleinen Anteil Black Cavendish. Die verschiedenen Tabake ergeben eine besonders leichte Mischung mit einer angenehm natürlichen Süsse.

Auch bei ihrer leichten Ausrichtung bleibt die Mischung aromatisch und verbindet die natürliche Süsse des Virginia mit den würzigeren Nuancen des Burley.

No. 13 Picadilly

Die No. 13 Picadilly ist eine klassische englische Mischung mit einem hohen Anteil an dunklem Virginia und Burley. Ergänzt wird die Mischung mit Latakia und etwas hellem Virginia. Der Latakia verleiht ihr dabei den charakteristischen englischen Stil.

Trotz des hohen Anteils an dunklem Virginia bleibt die Picadilly eher leicht im Rauch. Die natürliche Süsse des Virginia verbindet sich mit den würzig-rauchigen Nuancen des Latakia und den feineren Aromen des Burley zu einem ausgewogenen Geschmacksbild.

No. 17 Far West

Die No. 17 Far West ist eine klassische English Mixture aus verschiedenen Virginia-Tabaken. Etwas Orient und eine kleine Menge rauchiger Latakia-Tabake ergänzen die Mischung und verleihen ihr den typischen englischen Stil.

Im Rauch stehen herbere und rauchige Noten im Vordergrund. Die würzigen Aromen des Orient verbinden sich mit der markanten Rauchnote des Latakia und verleihen der Far West ihren charaktervollen Geschmack.

No. 26 English Mixture 2

Die No. 26 English Mixture 2 ist eine klassische englische Mischung aus Virginia und einem kräftigen Anteil Latakia. Die Kombination der beiden Tabake verleiht ihr ein würziges und rauchiges Geschmacksbild.

Im Rauch zeigt sich die Mischung kräftig und vollmundig. Die natürliche Tabaknote des Virginia verbindet sich mit den markanten, rauchigen Aromen des Latakia und sorgt für einen charaktervollen und intensiven Rauchgenuss.

No. 34 Scotty

Die No. 34 Scotty ist eine typische schottische Mischung aus Virginia-Tabaken aus drei Kontinenten. Aromatischer Burley und Black Cavendish ergänzen die Mischung, während eine Prise Latakia für eine feine würzig-rauchige Note sorgt.

Insgesamt zeigt sich die Scotty mild und ausgewogen. Die verschiedenen Tabake verbinden sich zu einem harmonischen Geschmacksbild, bei dem die würzigen und rauchigen Nuancen des Latakia dezent im Hintergrund bleiben.

No. 38 Tower Blend

Die No. 38 Tower Blend vereint ausgewählte Virginia-Tabake mit einem hohen Anteil an Orienttabak und Latakia. Ergänzt wird die Mischung durch etwas Dark Fired Kentucky, eine Prise Louisiana Perique und Virginia Mysore.

Das Zusammenspiel der verschiedenen Tabake sorgt für ein vielschichtiges und würziges Geschmacksbild. Besonders der Latakia und die Orienttabake prägen den Charakter der Mischung, während Dark Fired Kentucky und Perique zusätzliche würzige und kräftige Nuancen beisteuern.